F1 | Wolff über Antonelli: „Es ist noch zu früh, ihn als Titelfavoriten zu betrachten.“
„Es bleibt genug Zeit zum Gewinnen und Verlieren“, kommentierte der Teamchef.
Während Italien im Fußball nicht zufriedenstellende Ergebnisse liefert, gilt dies nicht für die Formel 1. Es ist etwa zwanzig Jahre her, dass wir einen italienischen Triumph erlebt haben, und das dank Kimi Antonelli Nun können wir hoffen, dass ein Titel wieder nach Italien zurückkehrt. Der in Bologna geborene Fahrer führt nach Siegen in China und Japan die Weltmeisterschaftswertung mit neun Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen an. Mercedes, George RussellDer britische Fahrer scheint Antonelli jedoch nicht als Konkurrenten um den Titel zu betrachten. In Interviews mit den Medien geht er sogar nie darauf ein, seinen Hauptrivalen im Titelkampf in seinem Team zu haben, sondern konzentriert sich ausschließlich auf Ferrari und McLaren.
Der Teamchef des Brackley-Teams, Toto WolffObwohl er sich begeistert von Kimis Leistungen zeigte, wollte er die wachsende Euphorie um seinen Fahrer etwas dämpfen. Nach nur drei Rennen führt der junge Italiener bereits die Meisterschaft mit zwei Siegen an, doch laut Mercedes-Teamchef ist es noch viel zu früh, über den Titel zu sprechen.
Der Mercedes-Pilot beeindruckt mit seiner Reife und Geschwindigkeit und zieht damit unweigerlich die Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Genau das bereitet Wolff jedoch Sorgen, der davor warnt, zu hohe Erwartungen an Antonelli zu stellen.
„Jetzt fragen sie ihn ständig nach der Meisterschaft, und das sollten sie nicht. Er hat zwei Siege, noch 19 Rennen, und es ist noch genug Zeit, um zu gewinnen oder zu verlieren. Er muss einfach so weitermachen. Wir können in Abu Dhabi über die Meisterschaft sprechen, und es ist noch ein langer Weg bis zum Ziel. Es ist noch nichts entschieden; wir haben noch nicht einmal 20 Prozent der Saison hinter uns.“
Das Risiko interner Rivalität
Bei Mercedes könnte die Situation jedoch bald kompliziert werden. Antonelli ist nicht allein: Auf der anderen Seite der Box sitzt George Russell, ein erfahrener und ehrgeiziger Fahrer, der sich sicherlich nicht zurücklehnen will. Die Gefahr interner Rivalitäten ist real und erinnert viele an den erbitterten Kampf zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Diese Situation könnte das Team zwar zu Höchstleistungen anspornen, birgt aber auch das Risiko, langfristig schwer zu bewältigende Spannungen zu erzeugen.
Kontostände können sich sofort ändern
Wolff bleibt auch hinsichtlich der Zukunftsaussichten des Teams vorsichtig. Trotz des exzellenten Starts rechnet er nicht mit einer Dominanz, nicht einmal mit einem Blick bis 2026. Nach der langen Pause kehrt die Formel 1 nach Miami zurück, wo sie bereits einen entscheidenden Wendepunkt markieren könnte, insbesondere angesichts der technischen Verbesserungen, die viele Teams mitbringen werden. In der Formel 1 kann bekanntlich ein wettbewerbsfähiges Entwicklungspaket die Hierarchie komplett umkrempeln.
Wolff selbst betonte, dass die ersten Anzeichen bereits in Japan zu sehen gewesen seien: Während Mercedes in den ersten beiden Rennen einen klaren Vorteil zu haben schien, präsentierte sich die Situation in Suzuka ausgeglichener.
„Wir stehen jetzt wie Helden da“, gab Wolff zu, „aber es gibt keine Garantie, dass wir in drei Rennen noch genauso gut sind. Miami wird ein Neuanfang. Wie werden die Updates der Teams funktionieren? Wie haben wir die anderen Systeme optimiert? Es wird spannend. Teams und Fahrer lernen langsam, diese Systeme zu ihrem Vorteil zu nutzen, und die ersten Anzeichen dafür sahen wir in Japan. In den ersten beiden Rennen waren wir noch dominant, aber in Suzuka war das anders. Das war uns immer bewusst.“
Es ist eine Meisterschaft, bei der es nicht viel braucht, um vom Dominator zum Verfolger zu werden, und genau aus diesem Grund zieht es Mercedes vor, die Wachsamkeit nicht zu vernachlässigen.
Ferrari bereitet die Antwort vor
Hinter Mercedes beobachtet Ferrari die Entwicklungen und arbeitet fleißig. Das Team aus Maranello gilt derzeit als Hauptkonkurrent und will die Aprilpause nutzen, um den Rückstand aufzuholen. Die Ingenieure arbeiten an mehreren Fronten, angefangen beim Energiemanagement, einem Schlüsselaspekt moderner Antriebseinheiten. Doch das ist noch nicht alles: Auch Verbesserungen an Unterboden, Seitenkästen und Flügeln sind geplant. Zu den am meisten erwarteten Neuerungen zählt der mittlerweile berühmte „Macarena-Flügel“, der die Aerodynamik insgesamt verbessern und dem Wagen in den kommenden Rennen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhelfen soll.
wenn Sie immer über unsere Neuigkeiten auf dem Laufenden bleiben möchten
Folgen Sie uns hier











