F1 | McLaren, Norris zu den Problemen mit dem MCL39: „Mir fehlt das Gefühl für die weicheren Reifen“
Lando Norris kommentierte die Probleme, die McLaren in Singapur verlangsamten
F1 McLaren Norris – Kurz vor dem Großen Preis von Singapur 2025 schien McLaren das Marina Bay-Wochenende zu dominieren. Die Streckenführung mit langsamen Kurven und technischen Passagen schien wie maßgeschneidert für den MCL39, den unangefochtenen Star der Saison. Doch unter den Scheinwerfern der asiatischen Rennstrecke wurden die Erwartungen enttäuscht. Das Team aus Woking hatte ab dem Qualifying Probleme und konnte nicht die ideale Balance finden, während Mercedes mit seiner Solidität und Konstanz überraschte.
Das Frontend-Problem: Wo McLaren das Rennen verlor
Analysen nach dem GP zufolge war das Hauptproblem der Ausgang der vielen 90-Grad-Kurven. Auf den engen Straßen von Singapur konnten Lando Norris und Oscar Piastri aufgrund mangelnden Vertrauens in die Vorderachse nicht die nötige Traktion aufbauen, eine Einschränkung, die durch das Verhalten der weichen Reifen noch verstärkt wurde. Bereits am Ende des Freitags hatte Norris deutliches Unbehagen mit dem Auto gezeigt, insbesondere mit der weicheren Mischung. Diese Aussagen wurden später von Teamchef Andrea Stella bestätigt, der Motorsport.com die Ursachen des Problems erklärte: „Lando sprach über die Schwierigkeit, ein Gefühl für die Vorderachse zu haben. Die Reifenänderungen im Vergleich zur letzten Saison hatten erhebliche Auswirkungen. Letztes Jahr fühlten sich unsere Fahrer in Singapur viel wohler, während sie dieses Jahr bereits im FP1 von abnormalem Verhalten berichteten. Dieses Phänomen war bei den harten und mittleren Reifen weniger ausgeprägt, bei den weichen jedoch schon.“
Norris: „Die Medium-Reifen haben mir mehr Vertrauen gegeben“
Der Brite analysierte anschließend detailliert das unterschiedliche Verhalten der drei Mischungen und stellte fest, dass das Zeitfenster für den Einsatz der weichen Reifen zu eng war, um eine konstante Leistung zu gewährleisten: „Die mittleren Reifen boten mir mehr Grip an der Vorderachse und passen besser zu meinem Fahrstil. Sie erinnern mich an das letztjährige Auto. Wenn wir dann die weichen Reifen aufziehen, habe ich wieder Probleme. Das Gefühl, dass das Auto nicht so reagiert, wie es sollte, bleibt bestehen. Die Probleme, die ich dieses Jahr mit der Vorderachse hatte, sind dieses Wochenende wieder aufgetreten.“ Diese Aussage unterstreicht, dass McLaren immer noch versucht, den Zusammenhang zwischen der mechanischen Abstimmung und dem Verhalten der 2025er Pirelli-Reifen zu verstehen, die sich deutlich von denen der letzten Saison unterscheiden.
Die Aussichten für Suzuka und Austin
Stellas Team muss nun die in Marina Bay gesammelten Daten analysieren, um zu verhindern, dass das Problem bei den kommenden Rennen erneut auftritt. Die Rennstrecken von Suzuka und Austin, die sich durch mittelschnelle Kurven und höhere aerodynamische Belastungen auszeichnen, sollten theoretisch einige der in Asien aufgetretenen Schwierigkeiten abmildern. Doch die bisherigen Erkenntnisse aus Singapur sind ein deutlicher Weckruf für Rob Marshalls technisches Team: Der MCL39 ist zwar konkurrenzfähig, hat aber immer noch Probleme, wenn das Vertrauen in die Front fehlt. Und in einem Weltmeisterschaftskampf, bei dem es auf Details ankommt, kann jede Unsicherheit zu einem zu schweren Punktverlust führen, der nicht mehr aufzuholen ist.
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