Formel 1 | Ferrari und Hamilton beenden Pirelli-Testfahrten in Fiorano

Der siebenfache Weltmeister absolvierte 297 Runden. Nächste Woche tritt er mit McLaren und Mercedes am Nürburgring an.

Formel 1 | Ferrari und Hamilton beenden Pirelli-Testfahrten in Fiorano

Der zweite und letzte Testtag endete mit einem extrem intensiven Programm. Pirelli Auf der Spur von Fiorano, die er sah Lewis Hamilton Ferrari engagiert sich für die Entwicklung zukünftiger Lösungen für nassen Asphalt. Der Ferrari-Pilot hat enorm viel Arbeit geleistet und in nur 48 Stunden die Distanz von zwei Grand Prix deutlich übertroffen. Das Ziel des Mailänder Herstellers war zweifach: die Effektivität seiner Extrem-Regenreifen zu optimieren und die Vielseitigkeit seiner Intermediate-Reifen zu verbessern, um die Schwachstellen zu minimieren, die Teams und Fahrern bei wechselnden Wetterbedingungen oft Probleme bereiten.

Am letzten Tag legte der siebenfache Weltmeister die Messlatte für physische und mechanische Belastbarkeit noch einmal höher und vollendete 155 Runden der Modena-Rundstrecke für insgesamt 461 KilometerZusammen mit den am ersten Tag zurückgelegten 423 Kilometern ergibt sich für die gesamte Session eine beeindruckende Gesamtstrecke von 884 Kilometer (297 Runden). Die beste Referenzzeit des zweiten Tages war 1:00.740, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem gestrigen Wert von 1:01.031, ein Zeichen für ein wachsendes Vertrauen in die neuen experimentellen Mischungen und eine ständige Optimierung der Bedingungen der künstlich bewässerten Fahrbahnoberfläche.

Technische Entwicklung: vom Suzuka-Pionier zum „Crossover“

Das heutige technische Programm griff einige Konzepte wieder auf, die bereits letzte Woche in Japan erörtert wurden. Im ersten Teil der Session ließ Pirelli Hamilton einige neue Prototypenreifen testen. Voll nass gekennzeichnet durch ein fortschrittliches Profil. Dieses spezielle Design war bereits Gegenstand von Analysen bei Suzuka, eine Rennstrecke, die dafür bekannt ist, dass sie aufgrund hoher seitlicher Energien die Körperstruktur stark beansprucht.

In Fiorano liegt der Fokus jedoch auf der Wasserableitung und der Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimabedingungen. Ziel der Ingenieure ist es, das Einsatzfenster des schweren Regenreifens zu erweitern, sodass er auch bei sinkendem Wasserstand auf der Strecke optimal funktioniert. Dadurch soll verhindert werden, dass die Fahrer aufgrund mangelnder Geschwindigkeit zu früh auf Intermediates wechseln müssen.

Am Nachmittag verlagerte sich der Fokus auf die DazwischenliegendHamilton arbeitete an mehreren verschiedenen Varianten der Verbindung und versuchte, den Bruchpunkt genau zu bestimmen. CrossoverIn der Formel 1 bezeichnet dieser Begriff den genauen Zeitpunkt, an dem ein Reifentyp langsamer wird als der der nächsthöheren Kategorie. Die Optimierung dieses Übergangs ist entscheidend für die Sicherheit: Wenn ein Reifen der mittleren Kategorie nicht rechtzeitig warm wird oder nicht ausreichend entwässert, steigt das Risiko von plötzlichem Aquaplaning drastisch an. Die Tests in Fiorano sollen sicherstellen, dass zukünftige Reifen einen sanfteren und besser vorhersehbaren Übergang aufweisen.

Fiorano als Labor: Die Rolle der künstlichen Bewässerung

Die Wahl von Fiorano für diesen Test liegt nicht nur an den logistischen Vorteilen für Ferrari, sondern auch an den technologischen Besonderheiten der Rennstrecke. Sie ist eine der wenigen Strecken weltweit, die mit einem automatischen, feuchtigkeitssensorgesteuerten Bewässerungssystem ausgestattet ist. Dadurch wird über Stunden hinweg eine konstante Wasserschicht auf der gesamten Asphaltfläche aufrechterhalten, wodurch das Risiko einer trockenen Fahrbahn, das beim Vorbeifahren der Fahrzeuge natürlicherweise auftreten würde, minimiert wird.

Die heute gemessenen Umgebungstemperaturen lagen bei etwa 22 ° CDie Ergebnisse spiegelten die des ersten Tages wider und lieferten Pirelli einen äußerst konsistenten Datensatz. Bei stabilen Nässebedingungen konnte Hamilton die Prototypen bis ans Limit bringen und die Stabilität der Reifeninnentemperatur bestätigen. Diese Daten sind für den Plan von entscheidender Bedeutung. Abschaffung von HeizdeckenWenn Gummi bei Regenwetter nicht in der Lage ist, aus „kalten“ Temperaturen mechanische Wärme zu erzeugen, droht dem Projekt zur Abschaffung von Elektroöfen eine weitere Verzögerung.

Die unmittelbare Zukunft: die Expedition zum Nürburgring

Nachdem die Angelegenheit in Fiorano nun geklärt ist, geht Pirellis Entwicklungsarbeit weiter. Nächste Woche, am Dienstag, den 14. und Mittwoch, den 15. April, wird der Alleinlieferant an einem zweitägigen Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf der traditionsreichen Rennstrecke von Fiorano teilnehmen. NürburgringIn diesem Fall wird sich der Fokus radikal verändern: Von Regenverhütungsmitteln werden wir uns der Produktentwicklung zuwenden. glatt (trocken).

Der Test in Deutschland wird Folgendes beinhalten Mercedes e McLarenDie Nürburgring-Strecke, die nach ihrem letzten Einsatz im WM-Kalender 2020 wieder im Testfeld steht, bietet ideale Voraussetzungen für die Erprobung. Ihre Konfiguration gilt als „ausgewogen“: Sie verstärkt weder Seitenkräfte (wie in Barcelona oder Suzuka) noch Längskräfte beim Bremsen (wie in Monza), sondern erfordert einen optimalen Kompromiss. Sie bietet die Möglichkeit, die neuen Chassisstrukturen der Fahrzeuge zu testen. 2026, die, wie wir wissen, schmaler sein und eine andere Gewichtsverteilung aufweisen werden.

Dieser Test ersetzt effektiv den Test, der Ende Februar in Bahrain aufgrund des Kriegsausbruchs im Nahen Osten abgesagt wurde und für stundenlange Anspannung bei den Mitarbeitern von Pirelli, McLaren und Mercedes in Manama und Sakhir sorgte.

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