F1 | Steiner fordert klare Linie von McLaren: „Sie müssen alles auf Piastri konzentrieren.“

Günther Steiner warnt McLaren: „Sie müssen sich zwischen Piastri und Norris entscheiden, sonst riskieren sie, die Fahrer-Weltmeisterschaft zu verlieren.“

F1 | Steiner fordert klare Linie von McLaren: „Sie müssen alles auf Piastri konzentrieren.“

F1 Steiner McLaren – Mit dem bereits gesicherten zehnten Konstrukteurstitel kann McLaren nun endlich seine ganze Energie auf die Fahrermeisterschaft 2025 konzentrieren. Es ist ein Kampf sowohl intern als auch extern: Oscar Piastri und Lando Norris trennen 22 Punkte, doch hinter ihnen lauert Max Verstappen, der entschlossen ist, mit einem zunehmend konkurrenzfähigen Red Bull wieder ins Rennen einzusteigen. Der niederländische vierfache Weltmeister liegt 63 Punkte hinter dem Australier, doch die Zahlen seiner jüngsten Aufholjagd – zwei Siege und zwei zweite Plätze in den letzten vier Rennen – deuten darauf hin, dass das Saisonende noch völlig offen ist. Und genau diese Bilanz könnte laut Günther Steiner eine Gefahr für das Team aus Woking darstellen.

„McLaren muss eine Entscheidung treffen“

Und der ehemalige Haas-Teamchef, Gast im Podcast „The Red Flags“, analysierte die Situation mit seinem üblichen Pragmatismus: „Entweder man lässt sie fahren, oder man muss eine Entscheidung treffen, wenn man Angst hat, die Meisterschaft zu verlieren. Man muss sich auf einen Fahrer konzentrieren, und im Moment wäre das Oscar, denn er liegt in der Gesamtwertung vorne und hat sich diese Position verdient.“ Für Steiner könnte es nach hinten losgehen, die Saison mit zwei freien Fahrern weiter zu managen. Die Möglichkeit gegenseitiger Fehler oder widersprüchlicher Strategien könnte Verstappen eine goldene Gelegenheit bieten, sein Comeback zu vollenden: „Wenn sie die Meisterschaft verlieren würden, wäre ich nicht glücklich. Dann riskieren sie zwei unzufriedene Fahrer, während sie mit der Wahl eines einzigen Fahrers zwar nur einen unzufriedenen Fahrer hätten, aber immerhin einen mit einer klaren Richtung.“ Steiner kritisierte daraufhin die zunehmend kalkulierte Herangehensweise des Teams und verwies auf die mittlerweile berüchtigten „Papaya-Regeln“, das interne Protokoll, das Duelle zwischen Norris und Piastri regelt, um Berührungen auf der Strecke zu vermeiden: „Es wird alles zu einer Berechnung. Es gibt keinen echten Wettbewerb mehr zwischen ihnen. Sie haben das Wettbewerbselement praktisch eliminiert, und das nimmt auch dem Spektakel etwas.“

Das Risiko der „Papaya-Regeln“

Ein hartes Urteil, das jedoch die berechtigte Befürchtung widerspiegelt, dass McLaren in seinem Streben nach Effizienz und Kontrolle jenen Instinkt verliert, der oft den entscheidenden Unterschied beim Gewinn eines Weltmeistertitels ausmacht. Teamchef Andrea Stella steht nun vor einer komplexen Entscheidung: Soll er das interne Gleichgewicht wahren und seinen Fahrern freie Hand lassen oder Piastri bevorzugen, der derzeit die Meisterschaft anführt? Beide Optionen bergen erhebliche Risiken, sowohl für die Sicherheit der Garage als auch für die Gesamtstrategie des Teams. Sechs Rennen vor Schluss dominiert McLaren die Konstrukteurswertung, muss aber beweisen, dass es auch abseits der Strecke mit dem Druck umgehen kann. Eine Fehleinschätzung könnte teuer werden. Und Verstappen ist, wie er wiederholt bewiesen hat, bereit, daraus Kapital zu schlagen.

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