F1 | Schumacher: „Neweys Tage bei Aston Martin sind gezählt.“

„Er muss dorthin zurückkehren, wo er hingehört“, kommentierte der Deutsche.

F1 | Schumacher: „Neweys Tage bei Aston Martin sind gezählt.“

Die Zukunft von Adrian Newey Fahren Aston Martin Es könnte unsicherer sein als erwartet. Laut Ralf Schumacher, ehemaliger Formel-1-Fahrer und jetziger Fernsehkommentator für Sky DeutschlandDie Rolle des berühmten britischen Ingenieurs als Teamchef wird nicht lange andauern. Seiner Meinung nach liegt die Ursache in den jüngsten Spannungen mit Honda Es würde lediglich eine Veränderung beschleunigen, die ohnehin früher oder später gekommen wäre.

„Jemand wird ihn bald als Teamchef ablösen“, sagte Schumacher, der Newey persönlich kennt und eigenen Angaben zufolge auch abseits des Fahrerlagers Zeit mit ihm verbracht hat. Aus diesem Grund glaubt er, seinen Charakter und seine Arbeitsweise gut zu kennen.

Schumacher: „Newey ist nicht geeignet, Teamchef zu sein.“

Seinen Angaben zufolge wäre die Entscheidung, ihm gleichzeitig die Rolle des Teamleiters und Chefdesigners anzuvertrauen, von Anfang an eine fragwürdige Wahl gewesen.

„Er muss dorthin zurückkehren, wo er hingehört, in eine Position hinter den Kulissen. Es gibt viele Probleme zu lösen, aber als Teamchef? Da ist er vielleicht nicht der Richtige.“

Die Rolle des Teamchefs erfordert weit mehr als nur technisches Fachwissen. Neben der internen Teamführung sind eine starke Medienpräsenz, die Pflege von Beziehungen zu Sponsoren und Management sowie eine sichtbare Führungsrolle im Fahrerlager unerlässlich. Laut Schumacher passt diese Rolle nicht optimal zu seiner Persönlichkeit.

„Ich glaube, er zwingt sich jetzt ein bisschen dazu. Das merkt man auch in Interviews. Er zieht es vor, im Hintergrund zu bleiben und sich auf seine Arbeit zu konzentrieren.“

Trotz der Kritik glaubt Schumacher nicht, dass Newey wirklich aus dem Team entfernt werden kann. Sein Einfluss innerhalb des Teams ist zu groß, und der Brite ist zudem Anteilseigner.

Aus diesem Grund hält der ehemalige Fahrer ein anderes Szenario für wahrscheinlicher: eine Rückkehr zu einer vorwiegend technischen Rolle, wobei die operative Führung des Teams einer anderen Person überlassen wird.

„Im Moment ist er quasi eine Art Stellvertreter. Bis es einen Personalwechsel gibt.“

Eine interne Umstrukturierung könnte daher in den kommenden Monaten erfolgen, insbesondere angesichts der Bedeutung der Projekte im Hinblick auf den neuen Formel-1-Regularisierungszyklus.

Newey und die Spannungen mit Honda

Schumachers Äußerungen kommen für Aston Martin zu einem ohnehin schon heiklen Zeitpunkt, auch aufgrund der jüngsten Spannungen mit HondaDer japanische Hersteller ist an der Entwicklung des Antriebsstrangs für das neue technische Reglement 2026 beteiligt – eines der wichtigsten Projekte für die Zukunft des Teams. Die Kontroverse entbrannte, nachdem Newey sich öffentlich zu den technischen Problemen des Wagens geäußert hatte. Der britische Ingenieur sprach von potenziellen Gesundheitsrisiken für die Fahrer und nannte als Beispiel die Gefahr dauerhafter Handschäden durch die starken Vibrationen des Fahrzeugs.

Die Bezugnahme erfolgte direkt auf die Fahrer des Teams. Fernando Alonso e Lanze Stroll, die an der Entwicklung des Neuen beteiligt sind AMR26.

Seine Worte blieben bei Honda jedoch nicht unbemerkt. Der Präsident von Honda Racing Corporation, Welche Watanabereagierte überrascht auf die Aussagen des britischen Ingenieurs.

„Ich war verblüfft. Ich verstehe nicht, warum er im Namen der Piloten sprach, ohne unterstützende Daten vorzulegen.“

Ein entscheidender Moment für Aston Martin

Für Aston Martin stellen die kommenden Monate eine entscheidende Übergangsphase dar. Das Team hat enorme Ressourcen investiert, um im nächsten technischen Zyklus zu einem der führenden Teams der Formel 1 zu werden. Stabilität in der technischen und Managementstruktur ist daher unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen.

Sollten Schumachers Vorhersagen zutreffen, könnte das Team bald einen tiefgreifenden Umbruch erleben. Selbst wenn er als Teamchef zurücktritt, ist Aston Martin ohne Adrian Neweys technischen Einfluss kaum vorstellbar. Sein Beitrag zur Fahrzeugentwicklung bleibt einer der wertvollsten Faktoren für die Zukunft des Teams.

Ist Aston Martin für Alonsos Zukunft verantwortlich?

Unterdessen berichtete die spanische Sportzeitung: MarkierungDas Vibrationsproblem könnte besonders für Fernando Alonso schwerwiegende Folgen haben. Der zweimalige Weltmeister, mittlerweile 44 Jahre alt, hat im Laufe seiner langen Karriere aufgrund der Belastung beim Formel-1-Fahren mehrere gesundheitliche Probleme entwickelt. Dazu gehören langjährige Hand- und Wirbelsäulenverletzungen, die durch die Vibrationen des neuen Antriebsstrangs verschlimmert werden könnten.

Sollten sich diese Bedenken bestätigen, wären Aston Martin und Honda aufgefordert, schnell einzugreifen, um das Problem zu lösen, bevor die neue Regelung endgültig eingeführt wird.

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