F1 | Irvine: „Die Formel 1 braucht Verstappen nicht“
Der ehemalige Ferrari-Pilot äußerte sich zur neuen Ausrichtung des Circus und sprach dabei auch über den viermaligen Weltmeister.
Eddie Irvine ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, und auch diesmal lieferte der ehemalige Ferrari-Pilot eine unverblümte Meinung zur aktuellen Formel 1. Kürzlich interviewt von La Gazzetta dello SportDer Vizeweltmeister von 1999 sprach in seinem gewohnt direkten Stil und ging dabei auf eines der aktuell meistdiskutierten Themen ein: die Rolle großer Champions in einem zunehmend wettbewerbsorientierten und unberechenbaren Sport.
Im Mittelpunkt seiner Ausführungen steht Max Verstappen, der in den letzten Saisons eine dominierende Kraft war, sich aktuell aber in einer weniger vielversprechenden Situation befindet als in der jüngeren Vergangenheit. Irvine nimmt kein Blatt vor den Mund und relativiert die Vorstellung, dass ein einzelner Fahrer für das Spektakel der Formel 1 unverzichtbar sein kann: „Die Formel 1 braucht Max nicht; es gibt viele talentierte Fahrer. Es ist schwierig für ihn, sich im Mittelfeld wiederzufinden, aber angesichts seines Gehalts von über 50 Millionen Euro gibt es gute Gründe, zu bleiben.“
Der viermalige Weltmeister, der sich mit den Medien über das neue technische Reglement unterhielt, das in dieser Saison in Kraft getreten ist, bezeichnete die aktuellen Formel-1-Autos als „Formel E auf Steroiden“ und brachte seine Enttäuschung über diese Autos zum Ausdruck.
Die regulatorischen Änderungen haben auch in Irvine einen Befürworter gefunden, allerdings mit negativer Einstellung: „Ich mag das überhaupt nicht. Es müssen unbedingt Änderungen vorgenommen werden; es kann nicht alles nur darauf hinauslaufen, wie viel Akkukapazität noch vorhanden ist. Ich liebe Elektroautos, ich besitze selbst vier, aber es macht keinen Sinn, die Topmodelle umweltfreundlicher machen zu wollen. Und diese Autos sind gefährlich.“
Max Verstappens Start in die Saison 2026 verlief aufgrund der Anpassungsphase unter den Erwartungen. Red Bull Racing zur neuen Antriebseinheit, die in Partnerschaft mit entwickelt wurde Ford Motor Company.
In den ersten Rennen erreichte der Niederländer Platzierungen weit abseits des Podiums und schwankte zwischen den Top Ten und den hinteren Plätzen, ohne jemals konstant um einen Podiumsplatz mitfahren zu können. Es war ein holpriger Start, der mehr von technischen Schwierigkeiten als von guten Ergebnissen geprägt war – weit entfernt von der Dominanz der vergangenen Saisons.
Darüber hinaus muss Red Bull, insbesondere mit Blick auf die Zukunft, den Abgang einer weiteren Schlüsselfigur verkraften. Die Rede ist von Gianpiero Lambiase, dem langjährigen Renningenieur von Max Verstappen, der Red Bull Ende 2027 verlässt, um als Chief Racing Officer zu McLaren zu wechseln.
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