F1 | Ferrari, Hamilton und Leclerc reagieren auf Elkanns Tadel.
Hamilton und Leclerc reagierten auf die Kritik von Präsident John Elkann in den sozialen Medien.
F1 Ferrari Elkann – Für Ferrari war es ein Wochenende der Gegensätze: Triumph in der WEC und Enttäuschung in der Formel 1. In Sakhir sicherte sich der Hersteller aus Maranello alle Titel der Langstrecken-Weltmeisterschaft in der Hypercar-Klasse – ein Sieg, den Präsident John Elkann als „die Krönung eines Traums“ bezeichnete. Wenige Stunden später erlebte der Große Preis von Brasilien in Interlagos eine herbe Doppelnull: Charles Leclerc schied nach einer frühen Kollision aus, und Lewis Hamilton musste das Rennen aufgeben.
Das Beispiel der WEC und Elkanns Kritik
Während sich sowohl Elkann als auch CEO Benedetto Vigna in Bahrain aufhielten, feierte die Ferrari-Spitze den Erfolg, der das Ergebnis dreijähriger Arbeit war. Der Konzernchef nutzte die Gelegenheit jedoch, um dem Formel-1-Team eine deutliche Botschaft zu übermitteln: „Den Langstrecken-Weltmeistertitel, sowohl in der Konstrukteurs- als auch in der Fahrerwertung, zu gewinnen, war ein außergewöhnliches Gefühl. Es zeigt, was möglich ist, wenn Ferrari zusammenhält. In Brasilien hingegen war es eine herbe Enttäuschung. Wenn wir uns die Formel 1 ansehen, haben die Mechaniker und die Ingenieure hervorragende Arbeit geleistet: Das Auto hat sich verbessert. Aber der Rest ist nicht auf dem neuesten Stand. Unsere Fahrer müssen sich aufs Fahren konzentrieren und weniger reden.“ Die direkte Warnung des Präsidenten appellierte an das Team, in den letzten drei Rennen der Meisterschaft wieder zusammenzustehen: „Es ist nicht unmöglich, den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu erreichen. Bahrain hat uns gelehrt: Wenn Ferrari ein Team ist, gewinnen wir.“
Die Reaktionen von Leclerc und Hamilton
Elkanns Botschaft verhallte nicht ungehört. Wenige Stunden später veröffentlichten beide Fahrer Statements in ihren sozialen Medien, in denen sie ihren Willen zur Einheit und zum Kampf gegen die Niederlage betonten. Charles Leclerc sprach von einem Wochenende zum Vergessen: „Ein sehr schwieriges Wochenende in São Paulo. Es ist enttäuschend, in einer so entscheidenden Phase der Saison ohne Punkte nach Hause zu fahren. Von nun an wird es ein harter Kampf, und nur Zusammenhalt kann uns helfen, in den letzten drei Rennen das Ruder herumzureißen. Wir werden wie immer alles geben.“
Der Monegasse postete ein Foto, das ihn und Fred Vasseur in einer Umarmung zeigt und symbolisiert so ihren gemeinsamen Willen zur Einheit. Lewis Hamilton seinerseits fand unterstützende Worte: „Ich stehe hinter meinem Team. Ich stehe hinter mir selbst. Ich werde nicht aufgeben. Nicht jetzt, niemals. Danke, Brasilien, wie immer.“ Der Brite veröffentlichte außerdem ein Bild von Ferrari-Mechanikern, die an seinem Auto arbeiten – eine Geste des Respekts für all jene, die weiterhin im Hintergrund im Einsatz sind.
Gegen Ende der Staffel
Drei Rennen vor Schluss kämpft Ferrari weiterhin mit Mercedes und Red Bull um den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM, doch die Stimmung im Team ist angespannt. Elkanns Worte haben ein wiederkehrendes Thema in den Vordergrund gerückt: die Notwendigkeit von Zusammenhalt zwischen Management, Technikern und Fahrern, um in der Formel 1 wieder an die Erfolge anzuknüpfen. Der Erfolg in der WEC beweist, dass die Ferrari-Methode funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. Nun gilt es, diesen Spirit ins Formel-1-Fahrerlager zu übertragen, wo das springende Pferd die Saison mindestens auf dem zweiten Platz abschließen und vor allem das Selbstvertrauen für 2026 wiederherstellen muss.
wenn Sie immer über unsere Neuigkeiten auf dem Laufenden bleiben möchten
Folgen Sie uns hier









