F1 | Jos Verstappen: „Lambiase wechselt zu McLaren, weil sie ihm viel Geld geboten haben.“
Einigen Quellen zufolge handelt es sich um einen Vertrag im Wert von mehreren Millionen Dollar.
Anfang dieses Monats hat das Team McLaren überraschte alle mit der Einstellung von Gianpiero Lambiase, historischer Renningenieur von Max Verstappen eine Red BullDer 45-jährige Italiener wird spätestens 2028, nach Ablauf seines aktuellen Vertrags mit dem in Milton Keynes ansässigen Team, zum britischen Rennstall wechseln und dort die Position des Chief Racing Officer übernehmen. Er wird direkt an Andrea Stella berichten. Die Verpflichtung von Lambiase, der auch für eine leitende Position bei Aston Martin im Gespräch war, ist ein großer Erfolg für McLaren.
Im Gespräch mit PlanetF1.com bezeichnete Stella Lambiases Wechsel als „das i-Tüpfelchen auf einem Kuchen, der ohnehin schon die richtigen Zutaten enthält“ und beschrieb ihn als Spiegelbild der gestiegenen Attraktivität McLarens für die Top-Talente des Sports. Er fügte hinzu, dass McLarens gestiegene Glaubwürdigkeit Lambiase nach den Erfolgen des Teams aus Woking in den letzten Jahren zum Wechsel bewogen habe.
In den letzten Tagen brach Max Verstappen sein Schweigen, unterstützte die Entscheidung seines engsten Mitarbeiters und räumte ein, dass es töricht gewesen wäre, das Angebot nicht anzunehmen.
„Er erzählte mir, welches Angebot er bekommen hatte. Ich sagte ihm, er wäre dumm, es nicht anzunehmen. Wir hatten gemeinsam schon alles erreicht, und dann erhielt er ein fantastisches Angebot, insbesondere im Hinblick auf seine Familie und die Sicherheit, die es ihm bieten würde. Er bat mich sozusagen um meine Zustimmung, und ich sagte ihm, er müsse es unbedingt versuchen. Er wollte meine Meinung unbedingt hören.“
Max’ Vater Jos äußerte sich ebenfalls zu dem Thema und argumentierte, Lambiases Entscheidung, Red Bull zu verlassen, sei rein finanzieller Natur gewesen. Auf einen Beitrag, der andeutete, Stella wisse „genau, warum“ Lambiase von Red Bull zu McLaren gewechselt sei, antwortete Verstappen Sr.: „Weil sie ihm viel Geld bieten.“
Laut mehreren Gerüchten wurde die Verpflichtung des italienischen Ingenieurs mit einem Millionen-Dollar-Vertrag besiegelt, der weit über seinem Gehalt bei Red Bull liegt – ein Zeichen dafür, wie sehr das Team von seinem Wert überzeugt ist.
Stella dementiert Vorababsprachen mit Ferrari: „Diese Gerüchte wurden von neidischen Leuten verbreitet.“
Lambiases Ankunft könnte kein Einzelfall sein. Gerüchte deuten auf mögliche Personalwechsel innerhalb der McLaren-Führungsetage hin. Insbesondere der Name Andrea Stella wird mit einer möglichen Rückkehr zu Ferrari in Verbindung gebracht. Der Italiener arbeitete bereits von 2000 bis 2014 für Ferrari, wo er mit Michael Schumacher und Kimi Räikkönen Weltmeistertitel gewann und zuletzt als Renningenieur für Fernando Alonso tätig war, nachdem dieser 2015 zu McLaren gewechselt war.
Allerdings hat die betreffende Person diese Gerüchte dementiert und zugegeben, dass es sich um Indiskretionen handele, die von „neidischen Menschen“ durchgestochen worden seien.
„Ehrlich gesagt, haben mich einige der jüngsten Gerüchte, darunter jene über astronomische Gehälter und nicht existierende Vorverträge, zum Schmunzeln gebracht“, erklärte der Teamchef. „Ich bin es mittlerweile gewohnt und nehme es mit Humor. Es scheint, als wollten ein paar neidische Konditoren die Zubereitung eines exzellenten Desserts in der McLaren-Patisserie sabotieren. Aber wir wissen sehr wohl, wie man gute Zutaten von verdorbenen Keksen unterscheidet.“
Verstappens Zukunft bleibt ungewiss
Lambiases Wechsel ist mehr als nur ein Transfer; er verdeutlicht die sich verschiebenden Machtverhältnisse in der Formel 1. Red Bull muss sich nach mehreren prominenten Abgängen neu aufstellen, McLaren hingegen ist im Aufwind. In diesem Zusammenhang darf ein weiterer Faktor nicht außer Acht gelassen werden: Max Verstappens Zukunft. In den letzten Monaten kursierten Gerüchte über einen möglichen Abschied des niederländischen Meisters von Red Bull, insbesondere angesichts der zahlreichen internen Veränderungen im Team. Die neue Formel 1, die durch das neue Reglement grundlegend überarbeitet wurde, soll Verstappen Berichten zufolge dazu veranlasst haben, über seine langfristige Zukunft nachzudenken. Vor diesem Hintergrund könnte Lambiases Entscheidung auch so interpretiert werden: Er antizipiert eine mögliche Verkleinerung des Red-Bull-Projekts oder sichert sich zumindest gegen ungewisse Szenarien ab. Sollte Verstappen sich in den kommenden Jahren tatsächlich für einen Teamwechsel entscheiden, würde die Trennung zwischen den beiden Teams noch bedeutsamer werden und das Ende einer Ära markieren.
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